„Das ist eine Riesenchance für den Wirtschaftsstandort Salzgitter.“

Frank Klingebiel, 
Oberbürgermeister der Stadt Salzgitter

 

 

Regionales Bündnis Salzgitter

Die kreisfreie Stadt Salzgitter ist drittgrößter Industrieort des Landes Niedersachsens und ist eine der größten Flächenstädte Deutschlands. Derzeit leben in Salzgitter rund 100.900 Menschen.

Der Wirtschaftsstandort Salzgitter ist durch die Stahlindustrie, Maschinen, -Fahrzeug und Elektrotechnik, aber auch durch das Handwerk geprägt.

Die Beschäftigungsquote von Frauen lag in Salzgitter 2011 mit 40,7% unter dem niedersächsischen Landesdurchschnitt (44,2%). In den typischen Ingenieurwissenschaften ist der Frauenanteil auch im Hinblick auf die Fachkräfteebene mit 3,4% (Elektronikingenieurwesen) bzw. 6,3% (Maschinen- und Fahrzeugbau) in Salzgitter ausgesprochen niedrig.

Regionsspezifische Aktivitäten in Salzgitter

Als drittgrößter Industriestandort des Landes Niedersachsen setzte sich die kreisfreie Stadt Salzgitter unter dem Motto „Chefinnen SZ“ für einen höheren Anteil von Frauen in Führungspositionen und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein. Dazu unterzeichneten die Bündnispartner bei der Auftaktveranstaltung im Beisein des Parlamentarischen Staatssekretärs Dr. Hermann Kues im Juli 2012 die Gemeinsame Erklärung.

Die Unternehmen und die zivilgesellschaftlichen Netzwerkpartner waren darin bestrebt, das Angebot der Kinderbetreuung in Salzgitter zu verbessern. In einer Sitzung der Arbeitsgruppe hatten Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Unternehmen über die Betreuungsmöglichkeiten diskutiert und den Wunsch nach einem Ausbau der Angebote in den Ferien geäußert. Die Stadt Salzgitter initiierte daraufhin ein Pilotprojekt zur Ferienbetreuung an zwei Grundschulen, welches sehr gut von den Eltern angenommen wurde.

Auch die Veränderung von Unternehmenskulturen spielt bei der Durchsetzung der Ziele für mehr Frauen in Führungspositionen eine zentrale Rolle. Bei einer Podiumsdiskussion zu diesem Thema stellte Simone Kaiser von der Fraunhofer Gesellschaft das Projekt „Unternehmenskulturen verändern – Karrierebrüche vermeiden“ vor. Ähnliche themenspezifische Veranstaltungen wurden geplant.

Ziel des Bündnisses war es, effiziente und nachhaltige Maßnahmen und Aktivitäten zu entwickeln und umzusetzen, sodass der Anteil von Frauen in Führungspositionen mittel- und langfristig erhöht wird. In diesem Zusammenhang zielten die Bemühungen auch darauf ab, die in Salzgitter nach wie vor geringe Erwerbsquote von Frauen kontinuierlich zu erhöhen.

Am 19. September fand der 2. Runde Tisch des Regionalen Bündnisses Salzgitter statt, bei dem eine Zwischenbilanz zum ersten Jahr gezogen wurde. In Salzgitter hatte sich die Zusammenarbeit zwischen Politik und Wirtschaft als echte Win-win-Situation erwiesen: Der Austausch im Bündnis hatte den Bedarf bei der Kinderferienbetreuung offenbart. Als Pilotprojekt in den Sommerferien 2013 gestartet, gab es auch im Anschluss wieder Kinderferienbetreuungsprogramme. Am 14. Januar 2015 wurde ein Unternehmensworkshop zum Thema „Schlüsselfaktor Resilienz“ veranstaltet.

Zum Projektende 2015 wurden in einzelnen Bündnissen Regionale Abschlussveranstaltungen zur Präsentation der unternehmensindividuellen Abschlussbefragung und der Erfolge des Projekts durchgeführt.

Weitere Informationen zum Regionalen Bündnis Salzgitter finden Sie hier.