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    11.02.2015

    DIW Managerinnen-Barometer 2015: Frauenanteil in den Aufsichtsräten der größten deutschen Unternehmen steigt

    Auch im Jahr 2014 setzt sich der Trend moderat ansteigender Frauenanteile in den Aufsichtsräten der 200 TOP-Unternehmen der Bundesrepublik fort: in 86 Prozent der Aufsichtsräte war im vergangenen Jahr mindestens eine Frau vertreten. Im Vorjahr war dies in nur 78 Prozent der Aufsichtsräte der Fall. Ebenso ist der Anteil von Frauen im Vorstand in den DAX-30 um einen Prozentpunkt auf 7,4 Prozent gestiegen, während hier 25 Prozent der Aufsichtsratsposten mit Frauen besetzt sind.
    Trotz dieses Aufwärtstrends  gibt es laut dem kürzlich erschienenen Managerinnen-Barometer 2015  des DIW an anderen Stellen der Wirtschaft noch Verbesserungspotenzial.  
    Zwar sind die weiblich besetzten Stellen in den Vorständen der TOP-200 (außerhalb des Finanzsektors) um immerhin einen Prozentpunkt auf fünf Prozent der insgesamt 877 Vorstandsposten gestiegen. Das entspricht 47 weiblichen Vorstandsmitgliedern. Dennoch blieb wie schon im Vorjahr auch in 2014 hier der Frauenanteil hinter dem der Aufsichtsräte zurück. Auch war in nur 22 Prozent der Vorstände mindestens eine Frau vertreten.
    Vor allem unter den Vorsitzenden der Führungsgremien sind Frauen deutlich unterrepräsentiert: Nur vier der Vorstandsvorsitzenden und fünf der Aufsichtsratsvorsitzenden der 200 größten Unternehmen waren weiblich.
    Mit Blick auf die börsennotierten Unternehmen zeigt sich, dass hier das Thema Chancengleichheit weiter voran getrieben werden kann: So verzeichnet der MDAX mit nur 2,7 Prozent Frauen in den Vorständen den niedrigsten Wert. Dort wie auch bei den Unternehmen des SDAX und TecDAX waren die Anteile von Frauen sogar rückläufig. Ebenso ist keiner der Vorstandsvorsitzenden der börsennotierten Unternehmen weiblich.  
    Für die Unternehmen mit Bundesbeteiligung ist ein merklicher Anstieg des Frauenanteils in Führungspositionen festzustellen. In den Aufsichtsräten liegt dieser bei knapp 24 Prozent und ist im Vergleich zu 2013 um über fünf Prozentpunkte gestiegen. Mit 15 Prozent bleibt der Frauenanteil in den Vorständen der Unternehmen mit Bundesbeteiligung zwar hinter dem Wert der Aufsichtsräten zurück, im Vergleich zum privatwirtschaftlichen Sektor schneidet dieser Bereich jedoch deutlich besser ab.
    Die Ergebnisse des Managerinnen-Barometers 2015 basieren auf Zahlen der 200 größten Firmen Deutschlands, den DAX-30-, MDAX-, SDAX- und TecDAX-Unternehmen. Eine weitere Analyse erfolgt auf Basis von 60 Beteiligungsunternehmen des Bundes.
    Weitere Informationen finden Sie hier.