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    13.01.2015

    EY Studie: Der Anteil von Frauen in den Vorständen bei deutschen börsennotierten Unternehmen sinkt

    Die 30 DAX-Unternehmen kommen dem Ziel, mehr Frauen in Führungsverantwortung zu bringen, ein Stück näher. Laut dem Mixed Leadership-Barometer 2014 sind bei ihnen nicht nur mehr Frauen in den Unternehmen allgemein zu verzeichnen, auch der Anteil der Unternehmen mit mindestens einer Frau im Vorstand ist von Dezember 2013 bis Dezember 2014 von 30 auf 40 Prozent gestiegen. Erfreulich ist ebenso, dass mittlerweile 14 Frauen in den  Vorständen der DAX 30 zu finden sind, wohingegen es Ende 2013 noch 11 von 188 Vorstandsmitgliedern waren. Damit sind aktuell sieben Prozent der DAX-30-Vorstände weiblich besetzt.
    Dass hier noch Raum nach oben ist, zeigen auch die weiteren Ergebnisse der EY-Studie: Aktuell sind von 663 Vorstandsmitgliedern aus DAX 30, MDAX, SDAX und TecDAX nur 37 weiblich. Ende 2013 waren es 41, womit der Anteil von Frauen in den Vorständen der 160 untersuchten Unternehmen von 6,1 in 2013 auf 5,6 Prozent am Ende des Jahres 2014 gesunken ist. Bei 79 Prozent der Unternehmen ist der Vorstand ausschließlich männlich – das entspricht 4 von 5 Unternehmen. Im Vorjahr lag die Zahl noch bei 77 Prozent.
    Für die Zuständigkeitsbereiche der weiblichen Vorstandsmitglieder ergibt sich laut dem Mixed Leadership-Barometer 2014 Folgendes: Überwiegend kommt Frauen mittlerweile eine operative Funktion im Unternehmen zu (35 Prozent). Am zweitstärksten sind Frauen im Bereich Finanzen, am drittstärksten im Personalressort vertreten. In beiden Bereichen ist die Tendenz im Vergleich zu 2013 jedoch sinkend. Nur ein Unternehmen verzeichnet einen weiblichen CEO.
    Am höchsten ist die Zahl der weiblichen Vorstandsmitglieder in der Transport- und Logistikbranche, hier ist nahezu jedes siebte Vorstandsmitglied eine Frau. Dem steht der Energiesektor mit keinem einzigen weiblichen Vorstandsmitglied entgegen.
    „Die Bemühungen vieler Unternehmen, mehr Frauen an die Spitze zu bringen, zeigen noch nicht den gewünschten Erfolg“, so Ana-Cristina Grohnert, Managing Partner bei EY auf ey.com. Es werde aber intensiv daran gearbeitet, Frauen bessere Aufstiegschancen zu ermöglichen. Außerdem gäbe es, wie die feste Etablierung von Frauen etwa im operativen Bereich, auch ermunternde Signale: „Eine Aufteilung nach klassischen männlichen und weiblichen Ressorts ist damit kaum noch möglich. Darum wird es vermutlich auch nicht mehr lange dauern, bis wir auch in Deutschland mehr weibliche CEOs sehen“.
    Die Beratungsgesellschaft EY (Ernst & Young) führt die Analyse der Vorstandsstruktur der Vorstände börsennotierten Unternehmen zweimal jährlich durch.


    Zur Studie